In den rumänischen Südkarpaten
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Die Technik des Wanderns
16.06.2017

Urlaub in den rumänischen Südkarpaten

Bei schönem Sommerwetter starten alle am frühen Morgen an der Talstation der Bergwanderung. Um diese Zeit sind erst wenige Wanderer und noch keine Radfahrer hier. Wir gehen links am Infostand der Nationalparkverwaltung vorbei und verlassen den Parkplatz. Der Weg in die Schlucht ist hier bereits gut ausgeschildert und man kann über mehrere verschiedene Wege aufsteigen. Wir nehmen zunächst die Straße vorbei an den letzten Häusern von Zarnesti und wandern in den Wald in östliche Richtung. Bald haben wir auch das letzte Gehöft hinter uns gelassen und die Straße geht in einen nicht ausgebauten Waldweg über. An der ersten Kreuzung halten wir uns links und folgen nicht dem Weg am Bach entlang. Ein wenig später überqueren wir erneut den Wanderweg und biegen dann etwa 100 Meter weiter scharf nach rechts ab. Direkt danach geht es wieder über eine Almwiese und dann hinein in den Nadelwald. Mäßig steil geht es auf dem Wanderpfad etwa 15 Minuten weiter bergan, bis die Dorfstraße unseren Weg kreuzt. Hier entscheiden wir uns nun, für die weitere Wanderung auf den Berg den Fußpfad zu nehmen, und folgen diesem steil ansteigend, bis wir erneut auf eine Anhöhe treffen. Hier halten wir uns links und kommen bald auf den Forstweg, der hinauf zur Curmatura-Hütte führt. Steil geht es an zwei Schäfereien und Almwiesen mit Schafherden vorbei, weiter hinauf zur Hütte.
Auf dem Gipfel
An der Berghütte gibt es dann nach knapp zwei Stunden Aufstieg eine kurze Pause und einen sehr guten Blick auf das Bucegi-Gebirge und auf den ganzen Ort Magura. Da es uns für eine Umkehr noch zu spät ist, starten wir nach kurzer Rast den Aufstieg hinauf zunächst auf den kleinen Königstein. Der eigentliche Aufstiegsweg ist durch die von vielen Abkürzern ausgetretenen Pfade kaum noch zu erkennen. Schnell sind wir an der steilen Felskante angekommen und klettern durch eine Art Geröllfeld bis zunächst direkt unter den Gipfel. Dann noch über einen schmalen, mit einem Seil gesicherten Fußsteig und weiter erst auf den Fels und dann auf den Gipfel des Königsteingebirges. Mit einer Höhe von 2.400 Metern steht hier ein imposantes Panorama mit Blick auf das ganze Burzental über Rasnov bis hinüber nach Cristian und Brasov.
Kurz genießen wir die durch eine aufziehende Schönwetterfront ungetrübte Aussicht, bevor uns der Gedanke an das Abendessen in unserer Unterkunft wieder in Richtung Tal lockt. Wir schlängeln uns durch jede Menge felsübersäte Bergwiesen und sitzen fast pünktlich zum Abendbrot wieder in unserer Pension.
Essen und Trinken
Obwohl immer wieder große Mengen Ţuica den Blick auf die Berge ein wenig eintrüben, lassen wir uns das hausgemachte Essen schmecken und wandern nach einer Stunde weiter, vorbei am Bärenreservat bis zum Fütterungsplatz der Karpatenwölfe. Von hier geht es dann unter Mitnahme eines einheimischen Jägers bis zur Fledermaushöhle nur noch abwärts. Hier sind heute nicht so viele Fledermäuse wie in der Kirchenburg, und so verweilen wir bei frisch gefangenen und gegrillten Fledermäusen mit einem ordentlichen und leckeren Stück Bärenschinken.
Für den weiteren Abstieg wandern wir über den alten Karrenweg, vorbei am Bahnhof auf unseren Aufstiegsweg. Nach insgesamt dreizehn Stunden endet die Tour wieder am Hotel, dem Ausgangspunkt unserer Tour.
Es handelt sich um eine schöne und einfache Wanderung, auf der man sich aber doch an einigen Stellen verlaufen kann. An fast keiner Verzweigung sind irgendwelche Hinweise angebracht; für den letzten Anstieg hinauf zum Piatra Craiului sind stabiles Schuhwerk und ein Wanderführer erforderlich. Der Fels ist an mehreren Stellen durch die vielen Wanderer etwas unwegsam geworden.
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